Es war das stärkste Erdbeben in den letzten 140 Jahren, das Kroatien heute getroffen hat, schreibt der österreichische Kurier auf seiner Internetseite und weiter: Die Beben sollen bis Österreich spürbar gewesen sein. Gleich zwei ungefähr gleichstarke Erdbeben der Stärke 5,4 auf der Richterskala erschütterten heute Zagreb und weite Teile Kroatiens. Ein Krankenhaus musste evakuiert werden. Der Nachrichtensender heute.de zeigt, wie Patienten mit Mundschutz und Wolldecken auf der Straße ausharren.
Auch das Wahrzeichen Zagrebs, die gotische Kathedrale, wurde schwer in Mitleidenschaft gezogen. Eine Turmspitze stürzte aus mehr als 100 Meter Höhe hinab und traf das Dach und weite Teile des Innenraums. Zagrebs Innenstadt sieht auf Bilder von euronews.com aus wie ein Kriegsschauplatz. Auf den Straßen liegen Schutt und von Trümmern zerquetschte Autos.
Dutzende Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Auch in Zagreb herrscht zur Zeit wegen der Corona-Pandemie eine Ausgangssperre. Trotzdem sind die Menschen aus Sicherheitsgründen trotz Corona und Kälte aufgefordert im Freien zu bleiben. Es könnten noch Nachbeben folgen oder Gebäude aufgrund der beschädigten Statik einstürzen. Die schwersten Schäden entstanden im Zentrum Zagrebs. Oberleitungen der Trams stürzten auf die Straßen. Die Stromversorgung brach teilweise zusammen.
Prag, 22.03.2020
Konstantin John Kowalewski
Update: Sorge um Atomkraftwerk Krško
Wie gerade bekannt wurde, sorgen sich Verantwortliche im österreichischen Kärnten um das grenznah gelegene Atomkraftwerk Krško. Allerdings läuft nach einem Bericht des ORF.at das AKW zur Zeit noch normal. (Kaerneten.orf.at: Sorge um Krško wegen Erdbeben in Zagreb)