Der Autor

Kurzbiografie: 
KK, geb. im niedersächsischen Celle (Deutschland). Nach kaufmännischer Ausbildung und einigen Berufsjahren - bei verschiedenen Versicherungsgesellschaften in Hannover - Studium der Germanistik (Geschichte/Politik) und Mathe/Informatik in Hannover.

1988 Reise in die USA zu journalistischen Recherchezwecken über die ersten Forschungsergebnisse in der Gen-Forschung/Altersforschung/Gerontologie (u. a. an der Johns-Hopkins University in Baltimore/Maryland und University of Florida in Gainesville).

Frühes Interesse an der Prager deutschen Literatur. 1996: Praktikant an der Karls-Universität Prag, 1997: Praktikant bei der Prager Zeitung. Dozent für DaF u. a. am Goethe-Institut Göttingen (seit 2006) und Goethe-Institut Prag (2012/13).

2001/2002 Assistant Professor an der Han-Nam University in Daejon/Süd-Korea.

Wissenschaftliche Veröffentlichungen und Mitarbeiten u. a.:

- Kountouroyanis, Konstantin: Prag im | Feuilleton | in Prag (Internationaler Workshop in Prag v. 20.–22.9.2018), Konferenzbericht, in: Zeitschrift für Germanistik, hrsg. vom Institut für deutsche Literatur der Humboldt-Universität zu Berlin, Neue Folge XXIX, Bd. 65, 2019, S. 404 - 406
- Konstantin Kountouroyanis/Gerhard Lauer: "Rudolf Fuchs über Franz Kafka - Eine unbekannte Werkbeschreibung aus dem Londoner Exil 1942". In: Jahrbuch der Deutschen Schillergesellschaft, Internationales Organ für Neuere deutsche Literatur, Band 62, 2018, Seite 61 - 74, November 2018
- Konstantin Kountouroyanis: Rezension zu Suttner im Kontext – Interdisziplinäre Beiträge zu Werk und Leben der Friedensnobelpreisträgerin, in: Institut für Literaturforschung Prag. 23. Mai 2018
- "Suttner im KonText - Interdisziplinäre Beiträge zu Werk und Leben der Friedensnobelpreisträgerin", Johann Georg Lughofer (Hg.), Milan Tvrdík (Hg.) unter Mitarbeit v. Konstantin Kountouroyanis, Heidelberg 2017

Journalistische und schriftstellerische Tätigkeit seit dem 16. Lebensjahr. Tätigkeiten als Fotograf und Mediendesiger (Webdesigner/Programmierer).

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| Konstantin Kountouroyanis | Rubrik: Feuilleton | 4.6.2020

Zähes Ringen hat nach 101 Jahren ein Ende

Mariensäule auf dem Altstädter Ring wiedererrichtet

Es war ein zähes Ringen und ein Streit über die Deutungshoheit eines Prager Denkmals. Die Rede ist von der Mariensäule. Heute, 101 Jahre nach ihrer Zerstörung, war es endlich soweit. Die Mariensäule wurde zwischen Rathaus und Teynkirche, wiedererrichtet.

Nach dem Ende des 1. Weltkrieges zerfiel das Riesenreich Österreich-Ungarn und die ehemaligen Kronländer Böhmen und Mähren gingen in die Erste tschechoslowakische Republik auf. Der Streit um die Deutung der letzten 300 Jahre böhmischer und österreichischer Geschichte war entbrannt, als im November 1918 aufgebrachte Bürger die Mariensäule auf dem Altstädter Ring zu Boden stürzten und zerstörten. Für sie war die Mariensäule ein Symbol für die gewaltsame Rekatholisierung Böhmens und Unterdrückung durch die Habsburger.

Tatsächlich wurde die Säule 1650 von Kaiser Ferdinand III. – aus dem Hause Habsburg – gestiftet. Das Staatsoberhaupt wollte gegen Ende des Dreißigjährigen Krieges dem schwedischen Heer für die Rettung Prags danken und ihnen damit ein Denkmal setzen.

Dass die Mariensäule von den Pragern 1918, dem Jahr ihrer Unabhängigkeit von Österreich-Ungarn, so einseitig gedeutet wurde, hängt vor allem damit zusammen, dass am gleichen Ort 1621 die Anführer des böhmischen Ständeaufstandes brutal hingerichtet wurden. Mit dem Ständeaufstand, der 1618 begann – also 300 Jahre vor der Gründung der Ersten tschechoslowakischen Republik – wird die Rebellion des böhmischen Adels gegen die damals schon fast 100 Jahre währende Vormachtpolitik der Habsburger in den Ländern der böhmischen Krone bezeichnet. Mit dem Zweiten Prager Fenstersturz, am 23. Mai 1618, wird der Beginn des Dreißigjährigen Krieges markiert.

1915 wurde dieser Themenkomplex mit der Enthüllung des Jan-Hus-Denkmals unweit der Mariensäule verkompliziert. Noch 1990 vertraten Prager in Leserbriefen an die renommierte Lidové Noviny (Volkszeitung) die Position, dass auf dem Altstädter Ring neben dem Jan-Hus-Denkmal schwerlich die Mariensäule koexistieren könne, die mit dem Hinrichtungsort der Anführer des böhmischen Ständeaufstandes in Verbindung gebracht wird. Trotzdem konnte sich im gleichen Jahr die „Gesellschaft für die Wiedererrichtung der Mariensäule“ in Prag gründen und bis heute immer wieder erneut für eine Wiedererrichtung der Mariensäule werben.

Erst am 23. Januar dieses Jahres sprach sich der Gemeinderat Prags mehrheitlich für die Errichtung der Nachbildung der Mariensäule an alter Stelle aus.

Dennoch wird es nach Recherchen von prag aktuell keine große Feier geben. Allerdings werden auf der Webseite marianskysloup.cz (Mariánský sloup bedeutet Mariensäule) verschiedene Einsegnungstermine genannt. So schreiben die Betreiber der Webseite dort ziemlich ungenau vor dem Hintergrund der aktuellen Covid-19 Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen: „Einer der möglichen Termine für den Segen des fertigen Werkes könnte der 15. August 2020 sein, das Fest Mariä Himmelfahrt. Andere am 8. September oder 3. November 2020“ und bitten um Spenden.


Prag, 04.06.2020

Konstantin Kountouroyanis

Prager singen zur Wiedererrichtung der Mariensäule.

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