Prag/Pardubice – Das heutige Feuer in einem Industriegebiet im tschechischen Pardubice steht vermutlich im Zusammenhang mit einem Terroranschlag. Dies teilte der tschechische Innenminister Lubomír Metnar (ANO) auf dem Netzwerk X mit.
Wegen des Verdachts auf einen Terroranschlag hat die Nationale Zentrale gegen Terrorismus, Extremismus und Cyberkriminalität (NCTEKK) Ermittlungen aufgenommen.
Wie Online-Dienst Novinky.cz berichtet, bekennt sich die Gruppe "The Earthquake Faction" zu dem Brandanschlag auf dem Gelände, in dem unter anderem das tschechische Unternehmen LPP Holding ansässig ist.
Die Gruppe präsentiert sich dem Bericht nach auf ihrer Website als internationales Untergrundnetzwerk, das die Interessen der Palästinenser vertrete. Auf dem Netzwerk X veröffentlichte die Gruppe inzwischen ein Video des Brandanschlags, den sie als als Angriff auf das "Epizentrum der israelischen Rüstungsindustrie in Europa" bezeichnet.
Namentlich genannt wird das Unternehmen Elbit Systems. Dieses plant, gemeinsam mit dem tschechischen Unternehmen LPP in Pardubice Drohnen zu entwickeln und herzustellen.
Die Anti-Terrorzentrale (NCTEKK) teilte unterdessen im Netzwerk X mit, dass sie in Zusammenarbeit mit der Oberstaatsanwaltschaft in Prag begonnen habe, den Fall wegen des Verdachts auf einen Terroranschlag zu untersuchen. Weitere Informationen werde sie vorerst nicht veröffentlichen. An dem Fall arbeitet auch der tschechische Inlandsgeheimdienst (BIS) mit.
Bei dem Brand kamen keine Menschen zu Schaden, über die Höhe des entstandenen Sachschadens liegen bislang noch keine Informationen vor.
Für Freitagnachmittag, nach Tagung des Krisenstabes, hat Innenminister Metnar eine Pressekonferenz angekündigt. (nk)



















