prag aktuellprag aktuell | Rubrik: Panorama | 4.12.2013
Rundfunkrat in Bratislava verhängt TV-Sender 200 Euro Geldstrafe

Bratislava/Prag - In der Slowakei ist erstmals eine Geldstrafe wegen Verwendung der tschechischen Sprache in einem Medium verhängt worden. Der private TV-Sender Joj (Bratislava) muss 200 Euro an den Rundfunkrat des Landes zahlen, weil er einen in Großbritannien produzierten Beitrag in tschechischer Synchronisierung ausgestrahlt hatte.

Damit verstieß Joj gegen das Gesetz zur "Beschränkung fremder Sprachen in Rundfunk und Fernsehen", das am 1. September 2009 in Kraft getreten war. Der Rundfunkrat hatte den Sender bereits vor zwei Jahren wegen eines ähnlichen Verstoßes verwarnt, damals aber keine Strafe verhängt. Diese wurde aufgrund der Wiederholung nun fällig.

Das slowakische Sprachgesetz war in der Vergangenheit Gegenstand heftiger innenpolitischer Kontroversen und trübte wegen seiner Auswirkungen auf die ungarische Minderheit zwischenzeitlich auch die Beziehungen mit Budapest. In Tschechien war es dagegen gelassener aufgenommen worden.

Tschechisch und Slowakisch sind zwar unterschiedliche Sprachen, aber doch so eng verwandt, dass kompetente Sprecher keinen Dolmetscher brauchen, um das jeweils andere Idiom zu verstehen. In dem vorliegenden Fall wäre allzu viel Sprachkompetenz aber gar nicht nötig gewesen: In dem von Joj gezeigten Kurzbeitrag ging es ums Abnehmen. (gp)

Themen: Tschechisch, Slowakei, Medien, Sprache
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