Rubrik: Reise | Veröffentlicht am: 23.08.2016

Prag - 12 Uhr mittags: High Noon auf der Prager Burg. Mit Pauken und Fanfaren erfolgt zu dieser Uhrzeit jeden Tag der pompöse Wachwechsel der Prager Burgwache auf dem Hradschin.

Das 1990, also nach der Samtenen Revolution noch während der jungen Präsidentschaft Václav Havels, eingeführte militärische Zeremoniell mit musikalischer Begleitung im I. Innenhof der Prager Burg ist bei Touristen ein beliebtes Film- und Fotomotiv und somit ein Garant für Blitzlichtgewitter am hellichten Tag.

Die adretten Uniformen der Burgwache stammen aus der Feder des Künstlers und Kostümbildners Theodor Pištěk. Für seine Kostüme zu Miloš Formans "Amadeus" hatte der Tscheche 1985 in Hollywood einen Oscar für das beste Kostümdesign erhalten. Der zu großen Teilen in Prag gedrehte Mozart-Film wurde damals mit insgesamt acht Oscars ausgezeichnet.

Militärhistoriker allerdings kritisieren bis heute die von Pištěk für die Prager Burgwache entworfenen Uniformen als "operettenhaft", da sie sämtliche Traditionen der tschechoslowakischen Armee außer acht ließen und keinerlei Anknüpfungspunkte an frühere Uniformen aufwiesen.

Ob Kritiker sich auch über die das Ritual begleitenden Fanfarenstöße mokierten, die auf dem vorliegenden Video zumindest eher an den Soundtrack zu einem Monumental- oder Sandalenfilm aus dem alten Rom erinnern, ist nicht bekannt. (nk)

Autor: Niels Köhler
Themen: Prager Burg (Hradschin), Prager Top Ten, Wachablösung, Prager Sehenswürdigkeiten, Theodor Pištěk
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