prag aktuellprag aktuell | Rubrik: Politik | 31.7.2013

Prag - Die tschechische Regierung hat einen Gesetzesvorschlag abgelehnt, der die Legalisierung des ältesten Gewerbes der Welt regeln soll. Autor des Entwurfs ist der LIDEM-Abgeordnete Viktor Paggio, berichtete die Wirtschaftszeitung E15 in ihrer Online-Ausgabe.

Eine ähnliche Initiative hatte bereits die Stadt Prag vorgelegt. Über beide Entwürfe soll nun das Abgeordnetenhaus abstimmen.

Nach Paggios Vorstellung soll es künftig in der Kompetenz der Kommunen liegen, Prostitution in bestimmten Lokalitäten zuzulassen oder zu verbieten. Dabei beruft er sich auf ein Urteil des Brünner Verfassungsgerichts aus dem Jahr 2007. 

Die Kommunen sollen darüber hinaus verbieten dürfen, dass Personen in öffentlich zugänglichen Schaufenstern zum "Zweck der Werbung für Sexdienstleitungen" ausgestellt werden.  Für gewerblichen Sex ohne Präservativ will Paggio Geldstrafen von bis zu 20.000 Kronen (etwa 800 Euro) einführen. (gp)

Themen: tschechische Regierung, Parlament
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