prag aktuellprag aktuell | Rubrik: Politik | 9.11.2016
"Große Freude" auf der Prager Burg - Miloš Zeman lädt Trump nach Tschechien ein

Prag - Nicht überall in Europa versetzt der Sieg Donald Trumps die politische Elite in Schockstarre.

Auf der Prager Burg zum Beispiel: Hier herrscht über den Sieg "große Freude". Staatspräsident Miloš Zeman hatte sich bereits am 28. September als Trump-Unterstützer geoutet, heute trat das tschechische Staatsoberhaupt anlässlich des Wahlausgangs kurz vor die Presse.

Als Grund für die Unterstützung des Präsidentschaftskandidaten der Republikaner nannte er dabei "übereinstimmende Positionen in Fragen der Migration und der Bekämpfung des islamischen Terrorismus".

"Sieg über verlogene Medien und Pseudoelite"

Bereits am frühen Morgen, als sich der Sieg Trumps abzeichnete, hatte der als passionierter Twitterer bekannte Sprecher des Präsidenten, Jiří Ovčáček, nicht an sich halten können und die Sichtweise der Burg in die Welt gezwitschert. "Lüge und Hass können besiegt werden", hieß es da. Und: "Die normalen Amerikaner haben uns gezeigt, dass das Machtkonglomerat verlogener Medien und einer aufgeblasenen Pseudoelite besiegt werden kann."

Diese Interpretation wurde während des Pressetermins fast wortgleich von Miloš Zeman bekräftigt, der wieder einmal die "politische Korrektheit" als angebliches Hauptübel für sämtliche negativen Entwicklungen geißelte.

Zeman erklärte, er habe Trump per Brief zum Wahlsieg gratuliert und ihn nach Tschechien eingeladen. Zugleich sprach Zeman die Hoffnung aus, dass die tschechisch-amerikanischen Beziehungen, die zuletzt von Irritationen und Missverständnissen getrübt worden seien, sich in Folge des Trump-Sieges verbessern würden.

In dem Zusammenhang griff er namentlich den US-amerikanischen Botschafter in Prag an, Andrew Schapiro, dem er vorwarf, sich in ungebührender Weise in die Kompetenzen des tschechischen Staatspräsidenten einzumischen. Hintergrund dafür waren kritische Äußerungen des Diplomaten anlässlich Zemans Teilnahme an den Feierlichkeiten in Moskau zum Ende des Zweiten Weltkriegs vor einem Jahr im Mai. (nk)

Themen: Donald Trump, Miloš Zeman, Jiří Ovčáček, Diplomatie, Andrew Shapiro
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