Der Autor

Fragen an K. J. Kowalewski:

  • Wie alt möchtest du werden? - So alt, wie ich noch selbstständig denken, fühlen und handeln kann.
  • Wie möchtest du sterben? - Wenn ich mit mir und der Welt im Reinen bin!
  • Worüber kannst du lachen? - Über das Duo Urban Priol und Georg Schramm (Deutsche Polit-Kabarettisten).
  • Welchen Traum möchtest du dir erfüllen? - Lebe deinen Traum! Träume nicht dein Leben!
  • Wie viel Geld möchtest du besitzen? - Soviel, dass ich ein normales Leben führen kann.
  • Ein Jahr auf einer Insel: Welche 3 Bücher nimmst du mit? - Saint-Exupérys: "Le Petit Prince", Sartres: "Le Mur" und mein Tagebuch.
  • Wer ist die Person hinter diesem Blog? - Konstantin John Kowalewski ist Konstantin Kountouroyanis (© by ihm). John ist der Vorname meines deutschen Großvaters. Kowalewski der Geburtsname meiner Mutter.
  • Zum Kontaktformular (Wegen DSGVO und Upload-Filter geschlossen.)
Bildnachweis:
Foto: Kountouroyanis

Weitere Einträge

55-jährige Frau aus Vohenstrauß vermisst – Kriminalpolizei gründet Ermittlungsgruppe
Regierungskritiker demonstrieren am Denkmal des 17. Novembers ´89
Demonstranten aus ganz Tschechien versammelten sich heute auf dem Letná-Platz, um gegen die Politik des Ministerpräsidenten Miloš Zemans sowie des Premierministers Andrej Babiš´ zu protestieren
Nächstes Live-Konzert morgen Abend im „The Down Under“ in Vinohrady
Tausende Menschen strömen zur Zeit zum Sophien-Palais, um am Sarg von Karel Gott Abschied zu nehmen
Tschechischer Schlagerstar im Alter von 80 Jahren gestorben
Die tschechische Natur ist noch in einem ursprünglicheren Zustand als man es aus Westdeutschland kennt. Beim Wandern kann man daher auch auf gefährliche Zeitgenossen treffen, die in Deutschland schon fast ausgestorben sind.
Konzert in Karlín mit kreativem Sound und Einflüssen aus irischem Folk und psychedelischen Rock
Filmprojekt greift das Thema Alltagsrassismus gegen Minderheiten in Tschechien auf
Mehr als 250.000 Demonstranten am Letenská pláň +++ Straßen und eine U-Bahn-Station wurden gesperrt +++ Ein Wohnhaus wurde von Babis-Gegnern besetzt +++ Babis-Befürworter versuchten sie mit Unterstützung der Polizei zu entfernen +++ Journalist angegriffen
Nach Demonstration und Berichterstattung über Upload-Filter und Art. 13 droht deutschen Bloggern 500.000 Euro Bußgeld. Was hat das mit Tschechien zu tun?
25.000 Menschen demonstrierten auf dem Altstädter Ring und forderten „Honzák auf die Burg“
Am vergangenen Montag demonstrierten ca. 15.000 Menschen in Prag sowie weitere Tausende in 105 Städten und Gemeinden. Demonstranten fürchten um die Unabhängigkeit der tschechischen Justiz.
Tausende Tschechen demonstrierten in Prag und 105 weiteren Städten und Gemeinden Tschechiens gegen Andrej Babiš und einen neuen Politik-Skandal
Thomas Hackner vermutet Zensur und Angriff auf seinen Nachrichtenkanal
Der Hamburger Senator für Schule und Berufsbildung traf sich in Prag mit Vertretern des tschechischen Schulministeriums
Neue Aktivistengruppe Auva will monatlich gegen Andrej Babiš demonstrieren und sieht Artikel 13 kritisch
Julia Reda verlässt die Piratenpartei. Hintergrund sind Vorwürfe gegen Gilles Bordelais wegen sexueller Belästigung am Arbeitsplatz.
Ein Kommentar zur Abstimmung über die Urheberrechtsreform im EU-Parlament
Mehrere Tausend demonstrierten heute gegen Upload-Filter und Zensur im Internet in Prag und mehreren Städten Tschechiens. Die Aktion war Teil einer europaweiten Kampagne.
Am 23. März werden Demonstrationen gegen Art. 13 und Upload-Filter in Prag, Pilsen, Brünn, Budweis, Liberec, Ústí nad Labem und weiteren Städten Tschechiens erwartet
Forum 24 lud in Zusammenarbeit mit dem Freiheitsforum (Svobodné fórum) zu einer Podiumsdiskussion ein und zog eine ernüchterne Bilanz
Wo sich die Prager Bohème 100 Jahre nach dem Expressionismus trifft.
Am gestrigen Freitagnachmittag versuchte sich ein Mann selbst in Flammen zu setzen. 30% seiner Haut soll verbrannt sein. Das Motiv ist unklar.
Heute vor 50 Jahren verbrannte sich der Student auf dem Prager Wenzelsplatz selbst
Tausende Menschen riefen am Freitag „Chceme slušnou vládu“ und protestierten damit gegen Andrej Babiš und Miloš Zeman
Tausende Menschen zogen am Freitagabend in einem Protestmarsch von der Prager Burg bis zum Altstädter Ring
Das Netzwerk „Eine Million Augenblicke für die Demokratie“ hat für den morgigen Freitag einen Marsch durch Prag angekündigt
Demonstranten fordern sofortigen Rücktritt des Premierministers Andrej Babiš´s
Am Bahnhof Prag-Dejvice werden zur Stunde die Feierlichkeiten zum Jahrestag vorbereitet
Am 5. und 6. Oktober sind Kommunal- und Senatswahlen in Tschechien
NDR-Journalist Michel Abdollahi veröffentlicht offenen Brief an Angela Merkel. Tausende unterschreiben mit.
Ein Kommentar zu den Ausschreitungen in Chemnitz
Circa 200 Menschen demonstrierten am vergangenen Sonntag in Prag gegen die geplante EU-Novelle. Der Protest war Teil eines europaweiten Aktionstages gegen Zensur im Internet
Upload-Filter und Leistungsschutzrecht sorgen auch in Tschechien, in einer immer stärker monopolisierten Medienlandschaft, für Besorgnis
Informativer Reiseführer mit schnell auffindbaren Fakten und Infos
Schnelle Schnitte, simple Dialoge und wenig überzeugende Handlungen
Seiten der Nazi-Hipster aus der sogenannten identitären Bewegung werden auf Facebook gesperrt
Netzwerk: Iniciativa Ne Rasismu meldet: Tod eines Roma und weitere Verletzter
Tausende demonstrierten in Prag und 200 anderen Städten gegen Babiš und für Pressefreiheit
Unter dem Slogan: „Eine Million Augenblicke für die Demokratie“ rief das Netzwerk „Milion Chvilek“ zur Demonstration am Wenzelsplatz auf
Autor Jaroslav Kmenta stellte in der Buchhandlung Luxor sein Enthüllungsbuch über den tschechischen Premierminister Andrej Babiš vor
Noch Anfang 2018 nutzten 20.000 User täglich den Dienst - Nun wurde er eingestellt
Wie die DSGVO schon vor ihrem Inkrafttreten die Europäer um ihr Grundrecht auf Meinungsfreiheit bestiehlt
Eine juristische Keule, die eigentlich Google und Facebook treffen sollte, könnte bald Freiberufler und Blogger in den finanziellen Ruin stürzen
Seit Stunden legen Menschen am Denkmal des Heiligen Wenzels Blumen, Kerzen und Schilder mit Parolen nieder
Ein Besuch beim Prager Künstler Reon Argondian auf dem Petřín-Berg
Eine Passantin wurde beim Überqueren der Gleise am Dienstagabend von einer Tram erfasst und schwer verletzt
Jazzrepublic bietet jeden Abend Jazz oder Blues im Prager Zentrum
Mega-Event vom 07.08. - 13.08.2017
Wie eine junge Pragerin einen neuen lesbisch-kulturellen Raum schuf
Viele Tschechen sind gegen Flüchtlinge und Ausländer im Allgemeinen. Doch nicht alle Tschechen teilen diese Meinung. Es regt sich Widerstand
Anti-Merkel-Demonstranten drohen mit Czexit
Carl von Ossietzky (1889 - 1939) am 8. Dezember 1931 in der Weltbühne - Ein Kommentar
Ausgelassene Party-Stimmung wie auf der Love Parade in Berlin
Gedenkveranstaltung für Lili Elbe am 22.04.2016
Zwischen Anspruch und Mainstream
Zaubern Sie in nur 30 Minuten ein mediterranes Ambiente in Ihr Esszimmer - Wir zeigen Ihnen wie
Eine Kritik zum Star Wars-Film: "Das Erwachen der Macht"
Schnell, lecker und auch noch gesund kochen? - Ich zeige Ihnen wie es geht!
Ein Kommentar zur tschechischen Flüchtlingspolitik
Zum Filmstart von „Bridge of Spies“ („Most špiónů“): Unterhaltsam und lehrreich zugleich
Zum Kinostart des neuen Bond-Films "Spectre" in Prag
Ein Kommentar zum 8. Mai
Raumfahrtgeschichte von der Science-Fiction zum Alltag im Weltall

Blog

| Konstantin John Kowalewski | Rubrik: Politik | 22.8.2019

Tschechen gedenken den Opfern vom 21. August 1969

Gedenkveranstaltung für die Opfer des Kommunismus wird zum Protestmarsch gegen amtierenden Premierminister und Staatspräsidenten
  • Ca. 8 bis 10.000 Menschen gedachten den Opfern des Kommunismus und demonstrierten gegen Andrej Babiš und Miloš Zeman. Foto: K. Kountouroyanis
    Ca. 8 bis 10.000 Menschen gedachten den Opfern des Kommunismus und demonstrierten gegen Andrej Babiš und Miloš Zeman. Foto: K. Kountouroyanis
  • Ein Demonstrant erinnert an den Einmarsch der Warschauer Pakt-Truppen vor 51 Jahren. Foto: K. Kountouroyanis
    Ein Demonstrant erinnert an den Einmarsch der Warschauer Pakt-Truppen vor 51 Jahren. Foto: K. Kountouroyanis
  • Zahlreiche Demonstranten erschienen mit Transparenten, die eindeutig gegen den amtierenden Premierminister und Ministerpräsidenten gerichtet waren. Foto: K. Kountouroyanis
    Zahlreiche Demonstranten erschienen mit Transparenten, die eindeutig gegen den amtierenden Premierminister und Ministerpräsidenten gerichtet waren. Foto: K. Kountouroyanis
  • Die Angst vor einem Wiedererstarken des Totalitarismus in Tschechien ist groß. Foto: K. Kountouroyanis
    Die Angst vor einem Wiedererstarken des Totalitarismus in Tschechien ist groß. Foto: K. Kountouroyanis
  • "Wir waren hier und wir stehen hier für all die Menschen, die ihr getötet habt." Sollen die Fußabdrücke vor der Parteizentrale der Kommunisten und auf dem Platz vor der Burg bedeuten. Foto: K. Kountouroyanis
    "Wir waren hier und wir stehen hier für all die Menschen, die ihr getötet habt." Sollen die Fußabdrücke vor der Parteizentrale der Kommunisten und auf dem Platz vor der Burg bedeuten. Foto: K. Kountouroyanis

Wie ein Pop-Star wurde Kamila Moučková von der jubelnden Menge begrüßt. Die 1928 im mährischen Jihlava geborene Frau berichtete im tschechoslowakischen Fernsehen als erste und letzte über den Einmarsch der Truppen der Warschauer Paktstaaten in die Tschechoslowakei im August 1968. Danach erhielt sie bis zur Wende 1989 Berufsverbot und musste sich mit unterschiedlichen Gelegenheitsjobs durchschlagen. Ab 1990 arbeitete sie wieder beim tschechischen Fernsehen. Seit 1994 bei Radio Free Europe. 
















Foto: K. Kountouroyanis

Die hochbetagte Moderatorin war Teil einer Rednerkette, die am 21. August 2019 auf dem Prager Wenzelsplatz zum Auftakt eines Gedenkmarsches zu den Ereignissen vom 21. August 1969 sprach. Vor genau 50 Jahren wurde die letzte Demonstration gegen den Einmarsch der Sowjetarmee von Polizisten und Volksmilizen blutig niedergeschlagen. Es kam zu mehreren Toten und Verwundeten unter den Demonstranten. 

Kamila Moučková erhielt 20 Jahre Berufsverbot unter den Kommunisten.
Foto: K. Kountouroyanis

Nach der Kundgebung am Wenzelsplatz, bei der mehrere weitere Zeitzeugen sprachen und u. a. vor einem Wiedererstarken der Kommunisten in Tschechien warnten, begab sich der Demonstrationszug zum Sitz der kommunistischen Partei Böhmens und Mährens, der ÚV KSČM. Schätzungsweise 8000 - 10.000 Demonstranten nahmen an dem Zug durch die Innenstadt teil.

Unter wütenden Protestrufen legten die Demonstranten von heute einen Sarg für die getöteten Demonstranten vom August 1969 direkt vor dem Eingang der Parteizentrale nieder und zeichneten die Umrisse ihrer Füße mit Kreide auf dem Kopfsteinpflaster ab. Anschließend bewegte sich der Zug zum Burgplatz vor der Prager Burg, wo die Veranstalter (zu der Veranstaltung aufgerufen hatte das Netzwerk „Eine Million Augenblicke für die Demokratie“) erstaunliche Parallelen zwischen den Ereignissen in der Tschechoslowakei und dem heutigen Tschechien zogen. Auch hier hinterließen die Teilnehmer der Demonstration ihre Fußumrisse mit Kreide auf dem Kopfsteinpflaster vor dem Regierungssitz des Präsidenten. Die Botschaft ist eindeutig.

Wir haben mit dem deutschstämmigen Richard Herrmann, der Teilnehmer der Demonstration war, gesprochen und ihn gefragt, wie er die Kundgebung empfunden hat. Das ganze Interview und ein Kurzbericht über die Demonstration kann unter diesem Text als Video abgerufen werden.

Prag, 22.08.2019

Konstantin John Kowalewski
 
Gedenkveranstaltung für die Opfer des Kommunismus am 21.08.2019

Auch interessant